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Wenn der Rat gut ist, spielt es keine Rolle wer ihn gegeben hat

Astaxanthin


Astaxanthin ist eines der stärksten Antioxidantien der Welt. Es färbt Lachse rosa und gibt ihnen die Kraft, tagelang gegen das Tosen des Wassers stromaufwärts zu schwimmen. Möchten auch Sie eine solche Kraft verspüren? Astaxanthin macht Leistung einfach – und nicht nur das. Astaxanthin macht stressresistent, beugt Herzkrankheiten vor, lindert chronische Entzündungsprozesse, reduziert Gelenkschmerzen und schützt die Haut - auch vor Falten - auf natürliche Weise vor der Sonne. Astaxanthin ist für Menschen, die wissen, dass es immer einen Weg nach oben gibt.


Was ist Astaxanthin?

Astaxanthin ist ein Carotinoid. Carotinoide sind für die kräftigen Farben vieler Früchte und Gemüse zuständig. Sie färben Tomaten rot, Maiskörner gelb und Karotten orange. Es gibt über 700 verschiedene Carotinoide, von denen der Mensch nur wenige kennt.

Carotinoide werden in zwei Gruppen aufgeteilt: In die Carotine und die Xanthophylle. Zu den Carotinen gehören beispielsweise das Beta-Carotin aus Karotten sowie das Lycopin aus Tomaten. Zu den Xanthophyllen gehören das Lutein und Zeaxanthin (z. B. in Spinat) – aber auch das Astaxanthin.

Woher kommt Astaxanthin?

Astaxanthin kommt natürlicherweise besonders häufig in Algen (Plankton) vor, aber auch in einer beschränkten Anzahl von Pilzen und Bakterien. Wenn nun andere Tiere diese Algen in grossen Mengen fressen und das Astaxanthin in sich anreichern, dann werden sie rosa.
Das ist bei Lachsen der Fall, bei Forellen, Hummer, Shrimps, Krill, Krabben und auch bei den Flamingos. Lachse enthalten die höchste Astaxanthin-Konzentration der Welt. Der rote Stoff konzentriert sich in ihren Muskeln und macht sie zu den Ausdauer-Champions der Tierwelt. Ohne Astaxanthin wären Lachse nicht nur zu schwach, um stromaufwärts zu schwimmen, sondern sähen ausserdem blass und erschöpft aus.

Gestresste Algen werden rot

Warum enthalten Algen Astaxanthin? Müssen Algen stromaufwärts schwimmen? Nein, aber Algen kommen oft an Orten vor, an denen plötzlich schwierige Lebensbedingungen herrschen können. So leben Algen beispielsweise auch in Pfützen, die gelegentlich austrocknen. Um diese Trockenzeit zu überstehen, brauchen Algen einen Stoff, der sie schützt: Astaxanthin.

Algen sind aber doch grün und nicht rosarot oder lachsfarben, sagen Sie? Wenn astaxanthinhaltige Algen (z. B. die Mikroalge Haematococcus pluvialis) in eine Stress-Situation geraten, also plötzlich unter Wassermangel, unter starker Hitze, grosser Sonneneinstrahlung oder auch bitterer Kälte leiden, dann färben sich die Algen rot.

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gewundert, warum eine Vogeltränke, die austrocknet, plötzlich einen roten Belag hat. Das sind astaxanthinhaltige Algen, die in Stress gerieten, weil sie unter Wassermangel litten. Die rote Färbung entsteht, weil die Alge alle anderen Stoffwechselvorgänge (an denen das grüne Chlorophyll beteiligt ist) einstellt und sich nur noch um eine Anreicherung mit rotem Astaxanthin kümmert.

Astaxanthin füllt die Alge aus und schützt sie. Ja, Astaxanthin schützt die Alge offenbar so gut, dass sie mehr als 40 Jahre bei sengender Hitze oder eisiger Kälte ohne Nahrung und ohne Wasser überleben kann.

Astaxanthin – Der feine, aber entscheidende Unterschied

Astaxanthin unterscheidet sich in seiner chemischen Struktur nur wenig von den anderen Carotinoiden. Doch dieser feine Unterschied ist entscheidend und sorgt für aussergewöhnliche Fähigkeiten, die das Astaxanthin stark von den Eigenschaften der anderen Carotinoide abhebt.

So kann Astaxanthin beispielsweise die Blut-Hirn-Schranke überwinden und das Gehirn und die Nerven des Zentralen Nervensystems direkt vor Ort vor Entzündungen und freien Radikalen schützen.Genauso kann das Astaxanthin die sog. Blut-Retina-Schranke überwinden und direkt in der Netzhaut für einen antioxidativen und entzündungshemmenden Schutz des Auges sorgen.Astaxanthin kann sich ausserdem äusserst effektiv im gesamten Körper verteilen, so dass seine schützende Wirkung jeder einzelnen Zelle und damit allen Organen, Geweben, Gelenken und der Haut zugute kommt.

Es handelt sich bei Astaxanthin also um ein aussergewöhnlich starkes und sehr leistungsfähiges Antioxidans, das überall im Körper sehr schnell agiert und freie Radikale blitzartig inaktiviert.

Astaxanthin – Mit das stärkste Antioxidans der Welt

In einem Experiment sollte die antioxidative Wirkung von Astaxanthin mit derjenigen von Vitamin E – einem bekanntlich sehr starken Antioxidans - verglichen werden. Dabei zeigte sich, dass Astaxanthin in Bezug auf die Neutralisierung des aktiven und reaktionsfreudigen Singulett-Sauerstoffs 550mal stärker wirkt als Vitamin E.

Im Vergleich zu Beta-Carotin wirkte in derselben Versuchsanordnung Astaxanthin immer noch 11mal stärker. Lutein ist ein bioaktiver Pflanzenstoff, der in letzter Zeit wegen seiner hervorragenden Wirkung auf die Augen immer bekannter wurde. Auch er gilt als äusserst leistungsfähiges Antioxidans. Doch auch Lutein wurde von Astaxanthin um das Dreifache übertroffen.

Eine zweite Studie testete die Fähigkeit verschiedener Antioxidantien, freie Radikale zu eliminieren. Ins Rennen gingen u. a. Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin und Astaxanthin. Es zeigte sich, dass Astaxanthin fast 20mal besser wirkte als Vitamin E, über 50mal besser als Beta-Carotin und über 60mal stärker als Vitamin C (Bagchi, 2001, Creighton University).

Astaxanthin hemmt Entzündungen

Akute Entzündungen sind sehr wichtig. Sie zeigen, dass unser Immunsystem gerade einen Störenfried bekämpft, was – wenn alles klappt - früher oder später wieder zur Genesung führen sollte. Entzündungen sind also lebensrettende Bestandteile eines Heilprozesses.

Gehen Entzündungen jedoch in einen chronischen Zustand über, dann ist das ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Körper. Dieses Ungleichgewicht kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören z. B. eine ungünstige Ernährungsweise, ein disharmonischer Säure-Basen-Haushalt, eine schlechte Darmgesundheit, Dauerstress und gleichzeitig ein massiver Mangel an Antioxidantien (und anderen bioaktiven Mikronährstoffen).

Chronische Entzündungen können im ganzen Körper zu ernsthaften Gewebeschäden führen, die sich wiederum in vielen heute nur allzu gut bekannten Erscheinungen äussern, wie z. B. Arthritis, Asthma, Morbus Crohn oder grüner Star (Glaukom). Mittlerweile werden auch Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Darmkrebs, Reizdarmsyndrom, Schlaganfälle, Diabetes, Arteriosklerose, Prostatavergrösserung und viele weitere Krankheiten mit chronischen Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht.

Astaxanthin wirkt stark entzündungshemmend, indem es die Aktivität vieler Entzündungsbotenstoffe im Körper reduziert. Es kann daher bei chronisch-entzündlichen Krankheiten eine enorme Hilfe sein. Chronisch-entzündliche Krankheiten entstehen nicht von heute auf morgen.

Sie entwickeln sich langsam und oft unbemerkt. Man spricht hier von sog. „stummen“ Entzündungen. Stumme Entzündungen unterscheiden sich von akuten Entzündungen dadurch, dass sie vom Betroffenen nicht wahrgenommen werden, weil sie (vorerst) symptomlos verlaufen. Erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten spürt man plötzlich die oben erwähnten Krankheiten als Folgen der stummen Entzündung.


Astaxanthin bei Arthritis und Arthrose

Bei Gelenkbeschwerden nehmen viele Patienten inzwischen Chondroitinsulfat und Glucosamine ein – in der Hoffnung damit ihre Knorpelgesundheit fördern zu können. Astaxanthin kann beide ersetzen: Über 80 Prozent der Arthritis-Patienten erfuhren bei einer Studie mit Astaxanthin eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden (Guerin et al., 2002; Guerin et al., 2003).

Auch bei jahrzehntelanger Arthrose bzw. Arthritis tritt Linderung ein. Patienten berichten von weniger Schmerzen, weniger Steifheit und einer Reduktion der bisher eingenommenen Medikamente. Allerdings tritt eine Wirkung bei chronischen Erkrankungen im Allgemeinen erst nach 4 bis 8 Wochen Astaxanthin-Einnahme ein.

Astaxanthin bei Karpaltunnelsyndrom

Auch das sog. Karpaltunnelsyndrom – das schulmedizinisch nur allzu oft unbefriedigend therapiert wird – reagiert auf eine Behandlung mit Astaxanthin. Dr. Gene Spiller Ph.D. vom Health Research and Studies Center in Kalifornien führte eine Studie mit Karpaltunnelsyndrom-Patienten und Astaxanthin durch.

Dabei zeigte sich, dass sowohl die Schmerzintensität als auch die Schmerzhäufigkeit bereits nach vier Wochen reduziert war und eine weitere deutliche Verbesserung nach acht Wochen der Astaxanthin-Einnahme zu beobachten war. (Nir and Spiller, 2002a)

Astaxanthin als natürlicher Sonnenschutz

Selbst ein Sonnenbrand gehört zu den Entzündungen, weshalb ihm mit Astaxanthin bestens vorgebeugt werden kann. Während Sonnenschutzcremes ständig aufgetragen werden müssen, allzu oft bedenkliche Zutaten enthalten und darüber hinaus die Vitamin-D-Bildung in der Haut hemmen, schützt Astaxanthin die Haut von innen heraus gegen die UV-Strahlung – genau so, wie sie es auch bei den Algen tut.

Bei einer Studie stellte man die UV-Strahlungsintensität fest, die nötig war, um bei den Probanden einen Sonnenbrand auszulösen.
Dann erhielten die Probanden zwei Wochen lang täglich 4 Milligramm natürliches Astaxanthin und wurden im Anschluss dieser Kur erneut der UV-Strahlung ausgesetzt. Dabei zeigte sich, dass die Dauer der UV-Bestrahlung, die notwendig war, um bei den Teilnehmern einen Sonnenbrand zu verursachen, inzwischen statistisch signifikant zugenommen hatte.

Dabei ist zu beachten, dass zwei Wochen eine sehr kurze Zeitspanne sind. Der durch das Astaxanthin entstehende Sonnenschutz nimmt mit jeder Woche zu, da sich der Stoff erst im Körper und in den Hautzellen einlagern und sich dort anreichern muss (Lorenz, T. 2002).

Im Allgemeinen wird eine Einnahme von 4 Milligramm täglich über 4 Wochen hinweg empfohlen (z. B. vor dem Urlaub), um einen guten Sonnenschutz zu erzielen.

Astaxanthin unterstützt das Immunsystem

Gleichzeitig unterstützt Astaxanthin das Immunsystem – und zwar auf vielen verschiedenen Wegen, was in einer doppelblinden, plazebokontrollierten klinischen Studie von Dr. Chew gezeigt werden konnte. Astaxanthin fördert die Bildung der Killerzellen und verstärkt ausserdem deren Leistungsfähigkeit (Chew et al., 2003).

Astaxanthin macht schön

Wenn freie Radikale Haut- und Muskelzellen attackieren, dann führt das zu Falten, zu einer nachlassenden Spannkraft der Haut und zu schlaffen Muskeln. Wenn freie Radikale die Zellen der Netzhaut angreifen, dann sind Augenkrankheiten die Folge. Wenn freie Radikale die Energieversorgungszentren in unseren Zellen schädigen (die Mitochondrien), dann macht uns das schlapp, müde, weniger leistungsfähig und verkürzt sogar unsere Lebenszeit.

Antioxidantien wie Astaxanthin verlangsamen durch die Ausschaltung der freien Radikale all diese Alterungsprozesse und sorgen für gesunde strahlende Augen, für eine glatte, elastische Haut voller Spannkraft und für eine lebendige Ausstrahlung.

Zu Astaxanthins äusserst positiven Einflüssen auf das Aussehen des Menschen gibt es drei Studien. In diesen wurden verschiedene Kombinationen von Nahrungsergänzungen und deren Auswirkungen auf die menschliche Optik untersucht. Alle Kombinationen enthielten Astaxanthin.Die weiteren verabreichten Nahrungsergänzungsmittel waren Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E.

In einer dieser Studien wurde den Teilnehmerinnen (sie waren alle weiblich und ihr Durchschnittsalter betrug 40 Jahre) 2 Milligramm Astaxanthin täglich verabreicht. Ganz zu Anfang wurde die Haut der Probandinnen untersucht und dann nach zwei und nach vier Wochen erneut, um mögliche Veränderungen festzustellen.
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Bereits nach den ersten zwei Wochen konnten in sieben Bereichen Verbesserungen des Hautbildes beobachtet werden. Nach weiteren zwei Wochen hatte sich trockene Haut bereits so verändert, dass sie jetzt einen höheren Feuchtigkeitsgehalt, weniger feine Fältchen, weniger Pickel und einen gleichmässigeren Fettgehalt aufwies.

Die Teilnehmerinnen selbst berichteten von weniger Schwellungen unter den Augen und einer erhöhten Elastizität der Haut. Die Kontrollgruppe hingegen liess im selben Zeitraum keine Verbesserungen erkennen (Yamashita, E. 2002; Tominaga, K. 2012).

Astaxanthin schützt vor Herzkrankheiten
Doch was nützt ein jugendliches Aussehen, wenn das Herz leidet? Keine Sorge: Die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von Astaxanthin kümmert sich auch darum.

Es sorgt dafür, dass sich die empfindlichen Herzgefässe entspannen können. Dadurch wird der Blutfluss verbessert, der Blutdruck gesenkt und Entzündungen gehen zurück, womit das Risiko für eine möglicherweise tödliche arterielle Verstopfung (Embolien, Thrombosen, Herzinfarkt, Schlaganfall) minimiert wird. (Nakagawa, K. et al., 2011)

Astaxanthin für mehr Fruchtbarkeit


Auch Spermien sind von oxidativem Stress bedroht. Nicht zuletzt aus diesem Grunde nimmt deren Qualität und somit die Zeugungsfähigkeit vieler Männer in den Industrieländern immer mehr ab. In einer placebo-kontrollierten Studie mit 20 Paaren mit einem bislang unerfüllten Kinderwunsch wollte man herausfinden, ob Astaxanthin auch den oxidativen Stress der männlichen Samenzellen reduzieren könne.

Die betreffenden Paare versuchten seit mindestens 12 Monaten schwanger zu werden und litten unter der schlechten Samenqualität des jeweiligen Mannes. Nachdem die Männer nur drei Monate lang 16 Milligramm Astaxanthin täglich eingenommen hatten, konnte sich die Hälfte der Paare bereits über eine Schwangerschaft freuen.

Um diese offensichtlichen Erfolge mit Messergebnissen zu untermauern, massen die Wissenschaftler die Oxidationsaktivität in den Spermien und stellten fest, dass diese in der Astaxanthin-Gruppe niedriger war als in der Placebogruppe. Auch die Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Morphologie der Spermien hatte sich bei den Astaxanthin-Männern verbessert (Comhaire, F. und Mahmoud, A. 2003; Comhaire et al., 2005).

Astaxanthin bei Krebs


Mehr als 200 Studien zeigten bereits, dass eine Ernährung, die reich an Antioxidantien (z. B. Beta-Carotin) ist, bei Krebs äusserst vorteilhafte Auswirkungen haben kann (z. B. Moorhead et al., 2006; Zhang et al., 1999; Holick et al., 2002; Rock, C. 2003 etc.). Wenn nun aber Beta-Carotin Krebs verhindern kann und Astaxanthin bis zu 50mal stärker als Beta-Carotin wirken kann, dann liegt der Verdacht nahe, dass Astaxanthin auch ein stärkeres Mittel zur Vorbeugung von Krebs darstellen könnte.

Schon allein die Betrachtung der Wirkweise von Astaxanthin zeigt, dass hier ein enormes Potential gegen die Entstehung von Krebs verborgen liegt:


Astaxanthin hat extreme antioxidative Kräfte - Astaxanthin hemmt Entzündungen - Astaxanthin stärkt des Immunsystem - Astaxanthin kann die Kommunikationsfähigkeit zwischen den Zellen verbessern und damit die Ausbreitung von Krebszellen verringern - Astaxanthin bei Diabetes

Im Bereich der Diabetesprophylaxe und –behandlung liegen noch keine klinische Studien am Menschen vor. Diabetiker-Mäuse wiesen jedoch nach einer zwölfwöchigen Behandlung mit Astaxanthin einen niedrigeren Blutzuckerspiegel auf als die nicht diabetische Kontrollgruppe (Uchiyama et al., 2002).

Einer der gefürchtetsten Langzeit-Folgeschäden bei Diabetes ist die diabetische Nephropathie, eine krankhafte und fortschreitende Veränderung der Nieren, die zu dialysepflichtigem Nierenversagen führen kann. Auch in diesem Bereich zeigten Tierexperimente erstaunliche Ergebnisse.

So konnte Astaxanthin die Entwicklung einer diabetischen Nephropathie bei Nagetieren mit Diabetes Typ 2 deutlich verlangsamen. Diese Resultate weisen darauf hin, dass die antioxidative Kraft des Astaxanthins den oxidativen Stress in den Nieren verringern und Nierenzellschäden verhindern kann (Naito et al., 2004).

Astaxanthin unterstützt die Entgiftung

Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan. Bei ihrer Entgiftungstätigkeit entstehen jedoch automatisch auch freie Radikale. Je stärker der jeweilige Organismus unter Umweltgiften, schlechter Ernährung, Medikamenten etc. zu leiden hat, um so mehr muss die Leber entgiften und um so mehr freie Radikale entstehen.

Der oxidative Stress in der Leber kann also sehr gross werden und die Leberzellen sind folglich auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien angewiesen. Andernfalls wird die Leber von permanenten Oxidationsprozessen geschwächt, ihre Entgiftungsfähigkeit lässt nach (was zu einer Belastung des gesamten Organsimus führt) und es entwickelt sich im Extremfall Leberkrebs.

In einer Studie untersuchte man nun die schützende Wirkung von Astaxanthin im Vergleich zu Vitamin E auf Leberzellen von Ratten. Astaxanthin erwies sich dabei nicht nur als wesentlich leistungsfähigeres Antioxidans, sondern motivierte die Leber ausserdem zur Produktion bestimmter Enzyme, die wiederum vor Leberkrebs schützen konnten (Kurashige et al., 1990 und Gradelet et al., 1998).

Astaxanthin schützt die Augen

Inzwischen geht man davon aus, dass auch die meisten Krankheiten der Augen das Ergebnis von übermässigen Oxidationsprozessen und/oder chronischen bzw. stummen Entzündungen sind. Dazu gehören unter anderem die folgenden Beschwerden:

Glaukom (grüner Star)Katarakt (grauer Star)Verstopfung retinaler ArterienAltersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Um die oxidativen Vorgänge und Entzündungsprozesse im Auge und gleichzeitig auch im Gehirn zu reduzieren, ist eine Versorgung mit ausreichend Antioxidantien von äusserster Wichtigkeit. Da viele Antioxidantien jedoch nicht ins Gehirn geschweige denn in die Augen vordringen können, sollte die Wahl auf ein Antioxidans fallen, das – im Gegensatz zu anderen Carotinoiden wie z. B. Beta-Carotin oder Lycopin - die Blut-Hirn-Schranke bzw. die Blut-Retina-Schranke überwinden kann, wie z. B. Astaxanthin (Tso et al., 1996).

Astaxanthin schützt das Auge auf mehreren Ebenen. Einerseits verhindert Astaxanthin Schäden durch UV-Strahlung, andererseits fördert es die Durchblutung im Auge und drittens bewahrt es die Photorezeptorzellen und die Ganglienzellen (besondere Nervenzellen in der Netzhaut des Auges, welche die visuelle Information über den Sehnerv ins Gehirn weiter leiten) vor Schäden durch Entzündungen und oxidativen Stress.

So halfen bei Augenschmerzen und trockenen Augen bereits 6 Milligramm Astaxanthin, eingenommen über vier Wochen, um die Beschwerden merklich zu reduzieren (Shiratori et al., 2005; Nagaki et al., 2006).

Offiziell gelten Durchblutungsstörungen als Ursache für viele Augenleiden wie z. B. den grünen Star (Glaukom). Ein intakter Blutfluss zum Auge und zur Netzhaut hin ist folglich eine der Grundvoraussetzungen für eine optimale Sehfähigkeit.

In einer Studie wurde untersucht, ob Astaxanthin den Blutfluss in den kleinen Blutgefässen der Netzhaut steigern könne. 36 Personen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, 18 erhielten täglich 6 Milligramm natürliches Astaxanthin, die anderen 18 ein Placebo. Nach nur vier Wochen stellten die Forscher fest, dass die Behandlungsgruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe über einen verbesserten Blutfluss verfügte (Yasunori, N. 2005).

Bei der Makuladegeneration beispielsweise sollte das Astaxanthin noch von weiteren Vitalstoffen unterstützt werden. Sie alle verstärken ihre Wirkungen gegenseitig und decken überdies alle erforderlichen Bereiche ab, die zur Blockade der Makuladegeneration nötig sind. Die

Zusammenfassung aller ganzheitlicher Massnahmen bei Makuladegeneration finden Sie hier: Makuladegeneration – Ganzheitliche Massnahmen

Astaxanthin wirkt gegen Alzheimer

Gleichzeitig hemmt Astaxanthin die Entstehung oder auch die Entwicklung der Alzheimer Krankheit. Aufgrund seiner Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, kann Astaxanthin direkt im Gehirn schützend wirken, indem es die Hirn- und Nervenzellen vor oxidativem Stress, also freien Radikalen bewahrt.

Aussagekräftige Forschungen, die im Fachmagazin British Journal of Nutrition veröffentlicht wurden, zeigten dass natürliches Astaxanthin (6 bis 12 Milligramm pro Tag über 12 Wochen hinweg) den PLOOH-Gehalt im Blut um 50 Prozent senken kann und sich somit zur Vorbeugung von Alzheimer eignet. PLOOH steht für Phospholipid-Hyperoxide. Ist der PLOOH-Wert im Blut erhöht, gilt dieser Sachverhalt als Anzeichen für die Alzheimer Krankheit. (Nakagawa, K. et al., 2011)

Astaxanthin bei Magenbeschwerden

Gemeinsam mit Vitamin C kann Astaxanthin überdies bei Infektionen mit Helicobacter pylori hilfreich sein. Das Magenbakterium wird für Magenschleimhautentzhündungen sowie Zwölffingerdarm- und Magengeschwüre bis hin zu Magenkrebs verantwortlich gemacht.
Die Kombination Astaxanthin-Vitamin C hatte in Studien die Zahl der Bakterien gesenkt und zusätzlich die Entzündung der Magenschleimhaut gemindert, so dass Astaxanthin bei entsprechenden Infektionen eingesetzt werden könnte.

Astaxanthin für Haustiere

Bereits vor etlichen Jahren, als sich herausstellte, dass sich unter dem Einfluss von Astaxanthin die Ausdauer und Leistungsfähigkeit von Sportlern erhöhen liess, verabreichten Schlittenhundeführer in Alaska ihren Hunden Astaxanthin. Schliesslich waren auch diese Hunde echte Athleten, die den extremen körperlichen Anforderungen einer schweren Arbeit bei gleichzeitig eisigen Temperaturen gewachsen sein mussten.

Schlittenziehen ist Ausdauersport und wie bei jedem Ausdauersport entstehen auch hier grosse Mengen freier Radikale, weshalb automatisch ein erhöhter Bedarf an Antioxidantien entsteht. Folglich kann Astaxanthin Hunde – genau wie Menschen und Lachse – gesünder und leistungsfähiger machen und deren durch körperliche Belastung verursachten oxidativen Stress mindern


Hat Astaxanthin Nebenwirkungen?

Einige im Grunde grossartige Antioxidantien können unter Umständen dem Körper schaden, indem sie plötzlich selbst oxidativen Stress auslösen anstatt diesen auszuschalten. Zu diesen kritischen Antioxidantien gehören z. B. Beta-Carotin, Lycopin und Zeaxanthin (Martin et al., 1999). Sogar so geläufige Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Zink können ebenfalls oxidativen Stress verursachen.

Man sagt, sie sind pro-oxidativ. Das ist dann der Fall, wenn sie in grossen Mengen in synthetischer Form und als Einzelsubstanzen verabreicht werden. In der sog. Finnland-Studie beispielsweise konnte man das schön beobachten. Dort sollten starke Raucher mit synthetischem Beta-Carotin vor Lungenkrebs geschützt werden. Das Gegenteil war der Fall. Die Krebsrate stieg sogar noch.

Astaxanthin jedoch wirkt aufgrund seiner besonderen Molekularstruktur niemals pro-oxidativ. (Beutner et al., 2000), ist also auch in diesem Punkt anderen Carotinoiden und Antioxidantien weit überlegen.

Der einzige mögliche unerwünschte Effekt, den Astaxanthin auslösen könnte, wären leicht orangefarbene Handinnenseiten und Fusssohlen – allerdings nur dann, wenn die empfohlene Tagesdosis von 4 bis 12 Milligramm weit überschritten wird. Dies ist deshalb der Fall, weil Astaxanthin in die Haut eingelagert wird – was ja im Grunde erwünscht ist, z. B. beim Sonnenschutz der Haut. Eine negative Wirkung auf die Gesundheit hat die neue Farbe jedoch nicht.

Quelle: ZdG


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